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WirtschaftsDienst Hannover berichtet über ELTEL

2013-02-19

ELTEL: „Wir wollen wachsen, aber wir tun uns schwer“

HANNOVER. Auch der Erfolg ist für Unternehmen mitunter eine Herausforderung. Diese Erfahrung macht zurzeit die in Lahe ansässige ELTEL Infranet GmbH. Seit 2011 koordiniert das Tochterunternehmen der finnischen ELTEL Group Corporation von Hannover aus seine Deutschlandaktivitäten. „Wir wollen wachsen, aber wir tun uns schwer“, gibt Geschäftsführer Andreas Schober bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der hannoverimpuls GmbH zu. Doch nicht zu wenig Aufträge, sondern zu wenige Fachkräfte hemmen das Unternehmen auf seinem Wachstumskurs. „Wir mussten bereits Aufträge ablehnen“, sagt Schober mit Blick auf den Fachkräftemangel.

Für die großen Netzbetreiber wie die Telekom oder Vodafone baut und wartet ELTEL Glasfaser-, Mobil­funk- und Hochspannungsnetze und tritt dabei - im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern - als Komplett­dienstleister auf. So ist auch die Bandbreite der derzeit offenen Jobangebote groß: sie reicht von Baggerfahrern über Tiefbauer, Elektrotechniker, Fernmeldemonteure, Bau- und Vermessungsingeni­eure bis hin zu Bau- und Projektleitern. Wer sich für ELTEL als Arbeitgeber entscheide, könne mit einem attraktiven Arbeitsumfeld, übertariflichen Vergü­tungen und leistungsbezogenen Zulagen rechnen, wirbt York Weinem, Chief Financial Officer des Un­ternehmens. Voraussetzung sei jedoch vor allem eine große Flexibilität. So erfolgt der Einsatz bei Infrastrukturprojekten im gesamten Bundesgebiet, manchmal auch im europäischen Ausland. Zudem erwarte das Unternehmen Englischkenntnisse, eine hohe Leistungsbereitschaft und Freude an der Ar­beit. Die Qualität der Leistung sei der wichtigste Er­folgsfaktor des international tätigen Konzerns. 

Litauer und Polen helfen aus

Rund 400 Stellen möchten Schober und Weinem im nächsten Jahr in Hannover und an den derzeit vier weiteren deutschen Standorten besetzen. In den nächsten drei Jahren sieht Schober ein Potential von insgesamt 700 bis 1.000 Mitarbeitern in Deutsch­land - derzeit umfasst die Stammbelegschaft rund 200 Mitarbeiter, wovon etwa 30 in der Verwaltung in Lahe beschäftigt sind. Insgesamt 8.500 Mitarbeiter beschäftigt ELTEL konzernweit, vor allem in Skandi­navien, den baltischen Ländern sowie in Polen und Rumänien. Das bisherige Wachstum - der Umsatz stieg in den letzten drei Jahren von 12 auf jetzt 36 Millionen Euro - konnte die deutsche ELTEL-Tochter nur mit zusätzlichem Personal von anderen Konzern­töchtern bewältigen. So unterstützen derzeit bis zu 300 hochqualifizierte Fachkräfte aus Litauen, Polen oder Finnland die deutsche Stammbelegschaft. Ge­nau diesen Umstand möchten Schober und Weinem in den nächsten Jahren ändern. Helfen soll dabei auch die Unterstützung durch hannoverimpuls. Der­zeit sei man dabei, eine breite Fachkräfteinitiative zu starten, kündigt Geschäftsführer Ralf Meyer an. Mit einem kontinuierlichen „Fachkräftemonitoring“ soll sich der Standort Hannover im „Kampf um die Köp­fe“ noch besser positionieren.

 Autor: Andreas Bosk

Quelle: WirtschaftsDienst Hannover vom 22. November 2012 Wochenbrief 47/2012 vom 22.11.2012

www.wirtschaftsdienst-hannover.de

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